Samuel Hahnemann

 
Hahnemann, Christian Friedrich Samuel (1755 - 1843)
   

Deutscher Arzt und Begründer der Homöopathie.

  

Der aus Meißen stammende Hahnemann arbeitete nach seinem Medizinstudium vier Jahre als Chemiker, bevor er in verschiedenen Orten Deutschlands als Arzt praktizierte. Nach seiner Habilitation 1811 in Leipzig eröffnete er dort eine Praxis. Auf Betreiben von Apothekern musste er 1821 die Stadt verlassen; er ging nach Köthen/Anhalt und 1835 nach Paris, wo er bald großes internationales Ansehen erlangte.

 

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Hahnemann verstand eine Krankheit als ein durch schädliche Reize verursachtes ganzheitliches Phänomen des Körpers, als eine „Affektion der Lebenskraft”. Er war der erste Arzt, der bei seiner Therapie Patienten Medikamente in extrem verdünnter Form bzw. in kleineren Dosen verschrieb und verabreichte.

Es handelte sich hierbei besonders um Substanzen, die bei hoher Dosierung ähnliche Symptome der Krankheit (besonders bei Gesunden angewandt) hervorrufen würden oder „eine andre, möglichst ähnliche Krankheit zu erregen imstande” seien (Hahnemann). Durch dieses Simileprinzip – „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt” – soll die „Lebenskraft” die Abwehrkräfte steigern. Seit 1807 nennt man diese medikamentöse Behandlungsmethode „Homöopathie”. Damit wandte Hahnemann sich gegen die Allopathie, d. h. gegen die verstärkte Einnahme von Substanzen, die unmittelbar gegen Symptome gerichtet sind.

In seiner Schrift Organon der rationellen Heilkunde von 1810, die in nachfolgenden Auflagen unter dem Titel Organon der Heilkunst erschien, begründete er sein Verfahren u. a. mit Hinweisen auf die Philosophie